Jan
09
2010

Dammkarwurm, die Deutsche Meisterschaft im Vertical Race (1300 hm)

Lolo und Poschi fuhren am Samstagfrüh – voller Vorfreude in der Amateurklasse starten zu dürfen – nach Mittenwald, um die Cracks der deutschen Skitouren-Rennszene hautnah zu erleben.

Für die Amateure war die Vorgabe, 900 Höhenmeter durch das Dammkar zu bewältigen. Die Profis starteten zur selben Zeit 400 hm weiter unten an der Karwendelbahn.

Wir dachten uns „super Sach“ da fahren wir mal schnell hin und dann laufen wir da rauf….

Pustekuchen: In letzter Minute kamen wir zur Anmeldung und mussten uns sputen, um noch rechtzeitig an den Start zu kommen. Die Crux waren allerdings die 400 hm von der Anmeldung zum Start. Diese durften wir vorab bereits hochsprinten, um den Start nicht zu verpassen. Völlig außer Atem kamen wir dann 30 Sekunden vor dem Startschuss an. Immerhin konnten wir dreimal tief Luft holen, bevor es wieder im Renntempo weiterging.

Bereits im ersten Drittel des Rennens überholten uns die führenden Profis, Andi Strobel, Toni Palzer und  Konrad Lex, der schließlich das Rennen gewann.

Wir hingegen ließen uns von dieser unglaublichen Leistung vorerst nicht beeindrucken, da wir selbst mit der steilen Aufstiegsspur genug zu kämpfen hatten.

In einer trüben Umgebung stiegen wir immer weiter auf, bis wir endlich die Wolkendecke durchbrachen und bei herrlichem Sonnenschein die letzten 200 hm genießen durften. Ein Meer aus Wolken mit schwimmenden Gipfeln eröffnete sich beim Ausblick über das Karwendel und Wettersteingebirge.

Geschrieben von Poschi in: Allgemein | Schlagwörter: , , ,
Okt
03
2009
955

Wetterstein-Umrundung von Mittenwald, 82 km und 2000 Hm

Umweltfreundliche Anreise

Gefüttert mit reichlich Infos zum “Franzosensteig” über Mittenwald erreichten wir gegen halb zehn Uhr unseren Ausgangspunkt. Dort trennten sich unsere Wege: Die Wanderer des Tennisclubs, denen wir uns angeschlossen hatten, verabschiedeten sich in Richtung Geisterklamm. Wir, Poschi, Lolo, Krissi, Johnny und Tobi, sattelten unsere Bikes und strampelten los zum Lauter- und Ferchensee. Bei kühlen Temperaturen rollten wir gemütlich auf Schotterpisten an Schloss Elmau vorbei nach Hintergraseck – immer mit dem Bilderbuchpanorama des Wettersteinmassivs zu unserer Linken. Über extrem steile und leider auch feuchte Asphaltsträßchen rauschten wir die erste Abfahrt zum Skistadion nach Garmisch-Partenkirchen hinunter.

Unter der Alpspitze vorbei schlängelte sich unser Weiterweg hinauf zum malerisch gelegenen Eibsee. Ab dort war Schluss mit Kindergarten: Gut 500 Höhenmeter stellten sich uns in den Weg. Unten Schotterstraße, in der Mitte ein kurzer, verwurzelter Trail und auf dem letzten Stück  folgte wieder Schotter. Außerdem passierten wir bei der Auffahrt zur Hochthörlehütte (1459 m) die Landesgrenze nach Österreich. Während der kurzen Rast mit Gulaschsuppe und Topfenstrudel genossen wir die Sonnenstrahlen, die unsere verschwitzen Trikots trockneten. Gestört wurden diese Minuten des Genusses nur von einem “Schleicher”-Platten bei Lolo.

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Punktlandung bei der Rückkehr

Im Anschluss an die abwechslungsreiche Abfahrt nach Ehrwald kurbelten wir schnell durch das etwas ruhigere Pendant der deutschen Touristenhochburg Garmisch-Partenkirchen. Der zweite, längere Uphill des Tages folgte: Statt für die Auffahrt zur Ehrwalder Alm die Teerstraße zu benützen, entschieden wir uns kurzerhand für die Schottervariante. Gerade noch fahrbare Rampen wechselten sich mit unfahrbaren Schiebepassagen ab und trieben uns den Schweiß aus den Poren wie bei einem Saunagang. Zwischen Mieminger Kette (rechts) und Wettersteinstock (links) waren die Schmerzen in den Beinen leichter zu ertragen. Was das Panorama alles ausmacht…

Per unspektakulärer Schotterstraßen-Abfahrt ging es schließlich hinab nach Leutasch. Die berühmte Schlüsselkarspitze-Südwand links liegen gelassen, fuhren wir die letzten Kilometer bis zum Zielort Mittenwald auf der Straße. Nach einer Runde “Kreiseln” stoppte das Ortschild von Mittenwald unsere Bemühungen. Um Punkt 17 Uhr, also genau 15 Minuten vor dem vereinbarten Treffpunkt, kamen wir am Bus an. Eine Punktlandung! Wenn man bedenkt, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt 82 Kilo- und 2000 Höhenmeter zurückzulegen hatten.

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Höhenprofil
Wettersteinrunde (Download GPS-Track)

3D-Ansicht des Höhenprofils

Geschrieben von Lolo in: Radsport | Schlagwörter: , , , , , , ,