Apr
05
2009
599

Birnhorn 2634 m (ca. 2000 hm) von Weißbach, Leoganger Steinberge

Das Frühjahrs-Testpiece schlechthin

In aller Herrgottsfrüh hat sich das Alpinteam Abensberg am vergangenen Sonntag nach Lofer aufgemacht. Bestückt mit unserem neuen Aufkleber trafen wir, Poschi und Lolo, im südlich von Lofer gelegenen Weißbach um 6.45 Uhr auf René, der von St. Ullrich anreiste. Steil von Beginn an schlängelte sich die Aufstiegsspur durch dichten Wald in Richtung Ebersbergalm. Im T-Shirt machte uns die teilweise eisige Spur ganz schön zu schaffen. An der Waldgrenze angekommen erwartete uns das Ebersbergkar mit weiteren 700 Höhenmetern. Am linken Rand des weitläufigen Kares überholten wir den ein oder anderen Skibergsteiger. Der Kamm des Dürrkar- und Kuchelhornes bescherten uns zumindest kurzweilig Schatten an diesem sonnigen Tag bei Kaiserwetter. Ab einer Höhe von 2437 Meter, dem sogenannten Kuchelnieder, tauschten wir die Ski gegen die Steigeisen und kletterten in der Westflanke des Birnhorns (2634 m)über Drahtseile zum Gipfel. Als wir dort oben ankamen zeigt der Höhenmesser 2000 gestiegene Meter an, bei einer Aufstiegszeit unter vier Stunden. Nach dem Abstieg fuhren wir oben im bockhart gefrorenem Alt-, unten im supersulzigen Pappschnee ab zum Ausgangspunkt. (680 m)

[youtube j5pDHewd2q0]

Höhenprofil
Birnhorn.gpx(Download GPS-Track)

Geschrieben von Lolo in: Skitouren | Schlagwörter: , , ,
Jan
31
2009
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Loferer Schihörnl 2286 m (1700 hm) von Lofer, Loferer Steinberge

Steiles Spitzkehrentraining im Hochnebel

Trotz des Fehlen von Poschi haben wir uns am Samstagmorgen wieder aufgemacht, um einen Berg mit Ski zu besteigen. Diesmal führte uns die Reise am Chiemsee vorbei, über Inzell und Schneizlreuth nach Lofer. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer zum Parkplatz im Loferer Hochtal. Mit René, seinem Vater Fred, Johnny, Stephan, Franz und Lolo fand sich eine gute Truppe zusammen. Gestartet wurde auf einer Höhe von 680 Metern am Parkplatz der “Schmidt Zabierow Hütte”. Der erste Teil des Anstiegs leitete uns, entlang des Sommerweges, durch steilen, lichten Wald in eine rinnenartige Steilmulde, die einem gigantischen Kanonenrohr gleicht. In dichtem Nebel ging es dort bis auf 1650 Meter hinauf. Am Ende dieser Rinne sah man langsam die Sonne durch den Nebelschleier blitzen. Und zehn Minuten später erfreuten wir uns an einer sonnigen Rast in feinstem Pulverschnee über den Wolken. Welch ein Traum…

Über dem Wolkenmeer in einer anderen Welt

Wenige Schritte hinter unserem Rastplatz zeigte sich zum ersten Mal der Gipfel des Loferer Schihörnls. Bei der Durchquerung der sog. “Wehrgrube” verlor man ein paar Höhenmeter. Doch im Anschluss waren wir auch schon am letzten Aufschwung angelangt und nach einer kurzen, steilen Querung erreichten wir den Ostgrat. Dort bot sich uns ein atemberaubendes Panorama gen Süden, mit Großglockner, Großvenediger und weiteren bekannten Gipfeln, die aus dem Wolkenmeer herausragten. EinigeMinuten und unzählige Fotos später kamen wir am kleinen, eisernen Gipfelkreuz des Loferer Schihörnls an. Die Abfahrt war der reinste Pulverrausch in herrlichem Skigelände. Aber nur bis uns der nebelige Schlund des Kanonenrohrs verschluckte, um uns 600 Meter weiter unten wieder auszuspucken.

[youtube RAZSxphigcU]

Geschrieben von Lolo in: Skitouren | Schlagwörter: , , , , ,