Jan
24
2010
541

Stuhljöchl 2157 m und Streichkopf 2243 m (ca. 1800 hm) vom Achensee, Rofan

Es lockt der Frühling

Nach einem interessanten Felltest am Vortag für das Skitour-Magzin, wollte auch Poschi an diesem Wochenende noch ein paar Höhenmeter sammeln. Zusammen mit Johnny, Krissi und Franz ging es ohne Spektakel, wie tagszuvor, in Richtung Achensse, um zum Kotalmjoch aufzusteigen. Da noch immer die erhoffte Schneemenge fehlt, muss man die Touren dort ansetzen, wo etwas Schnee im Tal vorhanden ist.

Kurz vor dem Joch trafen wir noch Dr. Kolli und Dr. Stefan, die am Vorabend mit Dr. Franz die Tour abgeklärt hatten. Obwohl wir nur die Hälfte der Strecke der beiden anderen zu fahren hatten, kamen wir noch immer eine Stunde zu spät; irgendwie komisch!

Nun, da wir in der Vorbereitung für die Patrouille des Glaciers stehen, waren wir schon fast gezwungen nach dem Stuhljöchl noch einen Aufstieg dranzuhängen. Wir stapften also in dezimierter Formation auf den Streichkopf. Eigentlich  eine reine Frühjahrstour, aber bei den Verhältnissen…. Wir waren jedenfalls froh, dass kurz vor uns zwei Tourengeher eine Spur anlegten, der wir nur nachzulaufen brauchten.

Der Aufsieg im extrem steilen Gelände war nicht gerade das Gelbe vom Ei, dafür aber die Abfahrt – ein Traum. Wir waren die Ersten, die die Spuren ziehen durften und das, obwohl es schon einige Wochenenden nicht mehr richtig geschneit hatte. Unvergleichlich!!!!!


Höhenprofil
Stuhljöchl und Streichkopf (Download)

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Geschrieben von Lolo in: Skitouren | Schlagwörter: , ,
Jan
25
2009
393

Kotalmjoch 2157 m (ca. 1300 hm) vom Achensee, Rofan

Auf den Spuren von Odysseus

Nach einer gemütlichen Anfahrt ohne jeglichen Stress haben wir am Ende des Tages doch noch 1300 Höhenmeter fürs Tourenbuch gesammelt. Der Begriff “Odyssee” ist ein Synonym für ”lange Irrfahrt” und passt wie die Faust aufs Auge zur Beschreibung unserer Anreise. Diese begann um 6 Uhr morgens in Abensberg, nahm ihren Lauf an einem Parkplatz bei Holzkirchen und erreichte in Rottach-Egern am Tegernsee ihren Höhepunkt. Dank Werners vorausschauendem Zeitmanagement waren wir auch schon um 9.30 Uhr am Achensee. Für die Strecke von 181 Kilometern, für die der Routenplaner eine Zeit von 2 Stunden und 8 Minuten berechnet, waren wir sage und schreibe 3,5 Stunden unterwegs.

Klassiker am Rande des Rofan

Der Aufstieg selbst verlief ohne größere Zwischenfälle. Bis auf die Kleinigkeit, dass Thomas, der langsamere der beiden Snowboader(Brettlrutscher), versuchte einen Rekord für die längste Begehung dieser Tour aufzustellen. Am Gipfel meinte er nur: “Meine Füße wollten einfach nicht mehr!” Doch nach ein bißchen Nahrung und Flüssigkeit schaffte auch sein geschundener Körper die Wende zur Genesung. Um uns eine Ankunft bei Nacht am Gipfel zu ersparen, hat Lolo seinen Rucksack inklusive Snowboard ein Stück hochgetragen. Bei der Abfahrt lief bis auf ein paar kleine Stürze auch alles nach Plan. Mit dabei waren diesmal: Johnny, Maxwell, Franz, Thomas, Johannes, Werner, Sepp, Max, der Experte, Poschi und Lolo.

Verhältnisse: Trotz Neuschnee nicht übermäßig viel Schnee vorhanden, aber reicht aus. Gipfelbereich stark abgeblasen. Ständiger Wechsel zwischen Pulver, gepresstem Pulver, Harsch und eisigem Untergrund. Im Wald zwischen den Almen sind einige Baumstümpfe noch nicht eingeschneit.

Geschrieben von Lolo in: Skitouren | Schlagwörter: , , ,