Mai
22
2009

Alpinklettern im Tannheimer Tal, Stützpunkt: Gimpelhaus oder Tannheimer Hütte, Tannheimer Berge

Anreise mit Umwegen:

Der Winter ist für uns nun endgültig vorbei, die Ski sind bereits in Wachs getränkt und wir haben unser Schuhwerk von hartem Kunststoff zu gefühlvollem Leder gewechselt. Alpinklettern war angesagt. Am Freitagmittag hieß es Aufbruch ins Tannheimer Tal, zum Saisonauftakt in der Vertikalen. Als offizielle Sektionstour ist die zehnköpfige Truppe an das Gimpelhaus angereist (weil die Tannheimer Hütte an diesem Wochenende leider schon voll war).

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Mit diversen Stopps u.a. in der Fußgängerzone von Garmisch, weil Werner noch Fifi’s (Strickleiter) und eine Bandschlinge brauchte, ging es mal wieder -„Wernertypisch“ halt- mit Umwegen, zum eigentlichen Ziel.

Klettern in gut abgesichterten Routen:

Da die Felswände so nahe am Ausgangspunkt liegen, ist dieses Gebiet ein echtes Schmankerl. Der Zustieg am Freitag Nachmittag zur Hütte dauerte gerade mal ca. eine Stunde, und zu den Wänden geht man auch höchstens nochmal 30 min.

Am Freitag Abend wurden noch die Seilschaften für den nächsten Tag besprochen und ein paar Touren ausgesucht.

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Samstag Morgen wanderte eine Seilschaft zur top-sanierten Zwerchenwand und kletterte die sportlich abgesicherte „Diebische Rentner“ mit 7 Seillängen im 6. Grad, sowie „Tannheimer Revival“ mit 5 SL, 7-.
Der andere Teil tummelte sich an der “Südostkante” des Gimpel (2173 m) und erreichte nach zehn abwechslungsreichen Seillängen bei strahlendem Sonnenschein den Gipfel. Eine weitere Dreier-Seilschaft versuchte sich an der “Neuen Südwand”, die in den letzten beiden Seillängen mit der “Alten Südwand” kombiniert wurde.

Beim Abstieg über die Tannheimer Hütte, erhielten wir von der Wirtin den versprochenen Schnaps, weil sie uns ein paar Wochen zuvor leider keine Betten mehr anbieten konnte. Auf das hochprozentige wollten wir auf keinen Fall verzichten und blieben gleich noch zum Abendessen und einem weiteren Schnapserl :-) .

Als sich ein paar junge Mädels im Gimpelhaus für unsere Stirnlampen (zu bayerisch: Hirnbirn) begeisterten, erfuhren wir dass die Jungdüsen auch gerne solche „Kopftaschenlampen“ hätten. << das Lager brüllte >>

Sonntag Morgen ging es wieder früh los. Wir wollten unbedingt die ersten in der Wand sein. Allerdings vermieste uns leichter Nieselregen den Einstieg.

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Nur Poschi und Stephan kletterten wieder an der Zwerchenwand, diesmal die „Redpoint Richy“, 4 SL, 6+.  Als es dann gegen Mittag endlich komplett zu regnen aufhörte, wiederholten auch Steffi, Wolfgang und Lolo die Route.

Die anderen gingen Sportklettern, um sich bei extrem rauhen Fels die Haut von den Fingern zu schälen. Dabei forderten Routen bis zum achten Grad die Alpinisten zum Anpacken auf. Im Anschluss wanderten drei Teilnehmner noch auf die Rote Flüh (2111 m), um wenigstens einen Gipfel abzuzhaken.

Beim Abstieg ins Tal, passierten wir ein weiteres Mal die Tannheimer Hütte. Und wie sollte es anders sein, wieder spendierte uns die Wirtin einen Schnaps. Leichtfüßig gings dann ins Tal und somit beendeten wir das tolle Wochenende.