Aug
10
2009

Peru: Wilkahuain Ruinen und Monterrey Thermalquellen

Nach einem Tag Nichtstun beschlossen wir heute frueh die Thermalquellen von Monterrey zu besuchen und dabei einen kleinen Umweg ueber die Wilkahuain Ruinen zu unternehmen. Mit einer gehoerigen Portion Feinstaubbelastung in der Fresse erreichten wir nach einer Stunde endlich den Ortsrand der 60.000 Einwohnerstadt Huaraz. Aus Ferdl’s Nase kam es nach kurzer Zeit nur noch schwarz in das weisse Taschentuch. Durch abgelegene Siedlungen auf knapp 3300 Metern Hoehe marschierten wir gute zwei Stunden zu den Ruinen. Zur Staerkung gab es erst einmal einen Kokatee, um die Hoehe besser zu verkraften.

Die Ruinen selbst waren nicht mehr als zwei Haeuser aus Stein, die mit Gittern verschlossen waren. Unbeeindruckt marschierten wir weiter nach Monterrey, um die Thermalquellen aufzusuchen. Der Tipp einer Touristin, das obere Schwimmbad zu benutzen, entpuppte sich als absoluter Reinfall, da dieses Becken gerade erst eingelassen wurde und soweit man den Wasserstrahl beobachten konnte, dauert dieses Unterfangen noch mindestens zwei Tage. Dafuer durften wir aber in der trueben Suppe des unteren Pools bei ca. 38,5 Grad warmen Wasser unsere Bahnen ziehen. Zurueck nach Huaraz ging es mit dem klapprigsten Sammeltaxi (Collectivo), das uns auf unserer bisherigen Reise unter die Augen gekommen ist. Dafuer stimmte der Preis: Fuer einen Nuevo Sol (25 Cent) durften wir immerhin knapp zehn Kilometer auf einem der 17 Sitzplaetze mitfahren. Bei uns haetten Busse dieser Art maximal neun Sitze, wir haben aber auch schon Collectivos mit 25 Passagieren gesehen. Dabei gehen die Schiebetueren nur selten richtig zu.

Morgen wollen wir mit dem Bus bis Pitec (3850 m) und zu Fuss weiter zur Laguna Churup (4485 m) aufsteigen.

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Aug
09
2009
124

Peru: Neuigkeiten aus Huaraz (3000 m)

Anreisemarathon ueberstanden.

Nach 16 Stunden Flug und zahllosen Filmen auf unserem eigenen Bordbildschirm sind wir voellig uebermuedet in Lima angekommen. Doch die rasante Taxifahrt zu fuenft in einem heillos ueberfuellten Auto machte uns wieder munter, um das Verkehrschaos quer durch Lima zu bestaunen.

Um die Wartezeit von fuenf Stunden zu ueberbruecken, wanderten wir von Tankstelle zu Tankstelle, um Snacks und Getraenke fuer die bevorstehenden acht Stunden im Bus zu besorgen. Hundemuede bestiegen wir puenklich um 10.00 Uhr den Luxus-Night-Liner von “Cruz del Sur”. Wie Rockstars bestiegen wir vier der neun Luxus-Ledersitze in der Ersten Klasse. Im tiefen Schlaf versunken bemerkten wir nichts von dem 4200 m hohen Pass, ueber den der Bus nach Huaraz musste.

Abgeholt und zu unserem Hostel brachte uns wiederum ein Chaffeur, der bereits auf uns wartete. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck mit Blick auf die weissen Riesen der Cordillera Blanca, genossen wir die ersten Sonnenstrahlen auf peruanischem Boden.

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