Jan
18
2009

Eisklettern am rechten Arzmoosfall und am Sylvenstein (WI 3-4)

Ice, Ice Baby!

Zum ersten Mal in diesem Winter hat es uns nicht zum Skitourengehen in die Berge gezogen, sondern um gefrorene Wasserfälle mit unseren Eisgeräten unsicher zu machen. Mit von der Partie waren Johnny, Lolo und der Eiskletterrookie Poschi. Um die Saison langsam zu beginnen, war unser erstes Ziel der Arzmoosfall am Sudelfeld. Dieser Eisfall liegt in der Nähe der Kelheimer Hütte auf etwa 1030 Meter. Leider sahen wir sofort bei unserer Ankunft, dass der linke der beiden Fälle bereits der Sonne und den warmen  Temperaturen zum Opfer gefallen war. Somit kletterten wir nur den rechten Arzmoosfall mehrmals mit einigen kurzen Varianten. Für Poschi waren es die ersten Meter Eis, die er sich souverän, mit Steigeisen und Eisgeräten “bewaffnet”, hinaufpickelte.

Schmankerl mit Zustiegshürde am Sylvenstein

Am Nachmittag wechselten wir die Kulisse. “Drüben am Sylvensteinstausee gehts eigentlich immer gut”, so Lolo zu den anderen beiden. Nachdem der Parkplatz des “unteren Kessels” voll war, entschieden wir uns für einen abgelegenen Fall wenige Kilometer weiter. Doch der schöne Eisfall musste sich erst verdient werden. Beim Zustieg stellte sich uns ein 15 Meter breiter Fluss in den Weg und wurde mehr oder weniger elegant überquert. Bei perfektem Softeis sammelten wir im Anschluss einige Klettermeter im steilen Eis. Dieser Tag hat Lust auf mehr gemacht!

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Geschrieben von Lolo in: Eisklettern | Schlagwörter: , , ,
Jan
11
2009

Großer Tanzkogel 2097 m und Schwarzkarkogel 2089 m (ca. 1500 hm) von Aschau, Kitzbüheler Alpen

Trotz der neuschneelosen Zeit,  haben uns die derzeitigen Verhältnisse wieder eingeladen, eine sehr lohnende Tour zu unternehmen.

Diesmal wieder mit René, gingen wir die lange Forststraße von Aschau entlang ins Spertental hinein und ließen alle Brechhornaspiranten hinter uns. Somit waren wir im Aufstieg zwar nicht ganz allein, aber immerhin nur eine Handvoll derer, die auf den bekannteren Gipfel pilgerten.

Bei traumhaftem Sonnenschein und absoluter Windstille wurde es nach oben hin immer wärmer und somit verwunderte es auch nicht, dass die paar Tourengeher am Gipfel eine längere Sonnenpause einlegten. Wir aber wollten noch einige Höhenmeter mehr und machten uns nach kurzer Gipfelrast an die erste Abfahrt. Nachdem uns noch eine unverspurte Rinne am benachbarten Schwarzkarkogel(2089m) ins Auge fiel war die Sachlage klar und wir entschlossen uns auch diesen Skiberg noch in Angriff zu nehmen.

Erst ein kleiner Sprung über eine Wechte, dann unverspurter Genuss in schattigem Pulver mit vereistem Untergrund und, schwupps-die-wupps, mussten wir auch schon wieder anfellen und auf den Schwarzkogel spuren. Der wohl letzte Geheimtipp in den Kitzbühelern, allerdings muss er über den Ostrücken begangen werden. Auf diese Anstrengung folgt dann das Zuckerl der steilen Nordflanke. Am Sonntag waren hier gottseidank noch keine Spuren und wir fuhren schreiend vor Genuss die Hänge hinunter. Auch die Dächer der Almhütten waren vor unseren Skiern nicht sicher, wurden befahren und mit einem ordentlichen Satz als Abgang wieder in Frieden gelassen.

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Geschrieben von Poschi in: Skitouren | Schlagwörter: , , , ,